Diese Seite benötigt zur korrekten Darstellung Javascript, welches bei Ihnen derzeit nicht aktiv ist. Bitte aktivieren Sie dies über die Einstellungen Ihres Internet-Browsers.

Gerne können Sie uns Ihr Anliegen auch persönlich übermitteln.
Sie erreichen uns von Montag bis Freitag in der Zeit von 08:30 - 17:00 Uhr.

Tel.:   +49 (89) 89559805
Fax:   +49 (89) 87 57 73 06
Mail:  kontakt@seminar-institut.de

Zeitlose Weisheiten - SEMINAR INSTITUT

Zeitlose Weisheiten

Zeitlose Weisheiten

Das Leben funktioniert nach klaren Spielregeln
 
 
„Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten“ (Roger Willemsen)
 
Weisheit und Reife sind die Fremdworte einer Spaßgesellschaft.
Selbst in Psychologiebüchern sucht man ihre Begrifflichkeiten vergeblich. Genau sie jedoch sind Ziel unserer menschlichen Lebensreise. Und sie sind es, denen das Streben alter Kulturen auf allen Kontinenten galt. Ihre Priester und Schamanen wurden dafür verehrt wie gefürchtet. Insbesondere Vertreter aus der Hochzeit der Philosophie, ob aus China, Griechenland oder später dem europäischen Kulturraum, sind immerhin vereinzelt dem Namen nach auch heute noch bekannt.
 
Ihnen allen gemeinsam war das Bestreben, die menschliche Existenz zu ergründen, zu deuten und zu verstehen - und ihre Erkenntnisse als eine Art Gebrauchsanleitung an nachfolgende Generationen weiterzugeben.
Wenngleich sie zumindest in Teilen nicht unfehlbar waren - Aristoteles etwa hielt unser Gehirn für das Kühlaggregat unseres Blutes, ihnen gemein war ein unablässiger Forscherdrang immer weiter ins Mysterium des Lebens einzudringen und diesem Rätsel um Rätsel zu entlocken und aufzulösen.
 
Die Herausforderungen von heute sind mit Rezepten von gestern sowieso nicht lösbar!
So zutreffend dieser Einwand ist, wir bemerken gar nicht, dass wir genau dies aber tun - mit größerer Anstrengung und einem Mehr vom Gleichen meinen wir neue Herausforderungen lösen zu können. Wir sind stolz auf unsere Aktivität, übersehen jedoch, dass wir uns permanent nur im Kreis bewegen, innerhalb unserer Box, innerhalb des uns Vertrauten und Bekannten. Ein Denken und Handeln Out of the Box wird zwar propagiert und wir zollen diesem Anspruch Beifall, nur, wie bei Vielem, verharren wir hier in Lippenbekenntnissen und einem erstarrt tradierten Bewusstsein.
 
Wollen wir unseren eigenen Anspruch neuer Denk- und Handlungshorizonte wirklich erfüllen, bietet ein back to the roots, ein Wiedererinnern an zeitlose Weisheiten aus längst vergangenen Zeiten, eine überquellende Schatztruhe voll direkt umsetzbarer Impulse.
Mit unserer heutigen Hybris aber maßen wir uns an, die großen Denker und ihre Botschaften zu belächeln. Vielleicht, weil wir uns nicht einmal die Zeit nehmen, ihr Erbe zu ergründen und zu verstehen. Vielleicht auch, weil wir im Zeitalter der Information Wissen mehr in seiner Quantität bemessen, als in seiner Qualität. Vielleicht auch, weil wir unser Blick auf den Strahl der Zeit nur noch das Morgen im Fokus hat. Das Heute, ja, der momentane Augenblick, sind weitgehend bedeutungsleer geworden. Der Blick zurück, auf den Ursprung aller Dinge, erscheint uns wie verlorene Zeit. Woher nehmen wir unsere Hybris? Mehr aus Ignoranz oder Bequemlichkeit, die gleichermaßen eine Immunschicht bilden vor dem Ernst der Verhältnisse und vor der Verantwortung der Konsequenzen.
 
Der Fokus auf das Diktat der Uhr und auf das Wissen, gerne Bildung genannt (als ob Bildung ausschließlich ein Produkt von Wissen wäre), hat den Mensch nicht glücklicher gemacht.
Dabei wäre nach dem Dalai Lama genau dies der Sinn des Lebens, glücklich zu sein. Vielleicht kommen die meisten Menschen an diesem Ziel niemals an, weil sie Glück als Ergebnis statt als Ursache verstehen. Weiterhelfen könnte da möglicherweise Hermann Hesse, der es mit seiner buddhistischen Ader deutlich ausgedrückt hatte: „Die Welt ist nicht da, um verbessert zu werden. Auch Ihr seid nicht da, um verbessert zu werden. Ihr seid aber da, damit die Welt um diesen Klang, um diesen Ton, um diesen Schatten, reicher sei.“
 

Zurück