Feedback
Strukturierte Rückmeldung zu Verhalten oder Leistung als Grundlage für persönliche und berufliche Weiterentwicklung.
Feedback ist die Rückmeldung über die Wirkung des Verhaltens einer Person. In Organisationen ist regelmäßiges, konstruktives Feedback einer der wirksamsten Hebel für Entwicklung und Leistungssteigerung. Es wirkt jedoch nur, wenn es klar, respektvoll und entwicklungsorientiert gestaltet wird.
Grundregeln für wirksames Feedback
- Konkret: Auf beobachtbares Verhalten beziehen, nicht auf Charakter oder Persönlichkeit
- Zeitnah: Möglichst kurz nach der beobachteten Situation, solange der Kontext präsent ist
- Wertschätzend: Stärken benennen, Entwicklungsfelder konstruktiv ansprechen
- Dialogisch: Raum für Reaktion und Rückfragen geben, kein Monolog
Das SBI-Modell für strukturiertes Feedback
Das SBI-Modell (Situation – Behavior – Impact) ist ein bewährtes Werkzeug:
- Situation: Die konkrete Situation beschreiben (“In der Teambesprechung gestern…”)
- Behavior (Verhalten): Das beobachtete Verhalten benennen (“…haben Sie andere Wortmeldungen mehrfach unterbrochen”)
- Impact (Wirkung): Die Auswirkung schildern (“…was dazu geführt hat, dass sich Teile des Teams nicht mehr beteiligt haben”)
Feedback-Formate im Überblick
- Situatives Feedback: Spontane Rückmeldung im Alltag, kurz nach dem Ereignis
- Strukturiertes Feedback: Mitarbeitergespräche, Jahresgespräche mit Vorbereitung
- 360-Grad-Feedback: Rückmeldungen aus mehreren Richtungen gleichzeitig (Vorgesetzte, Kolleg:innen, Mitarbeitende)
- Peer-Feedback: Gleichrangige geben sich gegenseitig Rückmeldung, besonders in Teamentwicklungsprozessen
Feedbackkultur
Eine offene Feedbackkultur entsteht nicht von selbst. Sie braucht Führungskräfte, die selbst um Feedback bitten, Fehler als Lernchance verstehen und Rückmeldungen als Entwicklungsimpuls behandeln. Regelmäßige Formate, klare Erwartungen und psychologische Sicherheit sind die Grundlage.