Kreativitätstechniken
Strukturierte Methoden zur systematischen Ideenfindung und Förderung kreativen Denkens in Teams.
Kreativitätstechniken sind strukturierte Methoden, die kreatives Denken anregen und die Qualität und Quantität von Ideen steigern. Sie helfen, eingefahrene Denkmuster zu durchbrechen und neue Lösungswege zu erschließen – im Einzeleinsatz ebenso wie in Teamworkshops.
Divergente Techniken: Ideen erzeugen
- Brainstorming: Freie Ideensammlung ohne sofortige Bewertung – gut als Einstieg, aber allein weniger wirksam als oft angenommen
- Brainwriting (6-3-5): Sechs Personen schreiben je drei Ideen in fünf Minuten, Blatt wird weitergegeben und weiterentwickelt
- Mind Mapping: Assoziative Vernetzung von Begriffen und Konzepten zur Strukturierung komplexer Themen
- SCAMPER: Sieben Leitfragen zur Weiterentwicklung bestehender Ideen (Substitute, Combine, Adapt, Modify, Put to other uses, Eliminate, Reverse)
- Analogiemethode: Lösungsansätze aus anderen Branchen oder der Natur auf das eigene Problem übertragen
Konvergente Techniken: Ideen bewerten und auswählen
- Punktebewertung: Jedes Teammitglied vergibt Punkte an die vielversprechendsten Ideen
- Bewertungsmatrix: Ideen anhand vorab definierter Kriterien (Machbarkeit, Wirkung, Aufwand) systematisch vergleichen
- Prototyping: Schnelle Skizze oder Modell der besten Idee zur frühzeitigen Überprüfung
Rahmenbedingungen schaffen
Kreativität braucht den richtigen Rahmen: eine offene Atmosphäre, klare Trennung von Ideengenerierung und Bewertung, ausreichend Zeit und diverse Perspektiven im Team. Kritik in der Ideenphase ist der effektivste Kreativitätsblocker. Professionelle Moderation kann helfen, diese Trennung konsequent einzuhalten.