Scrum
Agiles Framework für die iterative Entwicklung in selbstorganisierten Teams mit festen Rollen und Zeremonien.
Scrum ist ein agiles Framework, das komplexe Projekte in überschaubare Iterationen (Sprints) unterteilt. Es wurde ursprünglich für Softwareentwicklung konzipiert, wird heute aber in vielen Branchen eingesetzt – von Produktentwicklung bis zur internen IT.
Die drei Rollen
- Product Owner: Verantwortlich für das WAS – definiert und priorisiert Anforderungen im Product Backlog und stellt sicher, dass das Team immer das Wertvollste als Nächstes umsetzt
- Scrum Master: Verantwortlich für das WIE – sorgt für die Einhaltung des Frameworks, räumt Hindernisse aus dem Weg und entwickelt die Teamfähigkeiten
- Development Team: Verantwortlich für die UMSETZUNG – selbstorganisiert, crossfunktional und kollektiv verantwortlich für das Sprint-Ergebnis
Die fünf Events
- Sprint Planning: Team plant gemeinsam die Arbeit für den kommenden Sprint
- Daily Scrum: Tägliches 15-Minuten-Standup zur Synchronisation – kein Statusbericht, sondern gemeinsame Koordination
- Sprint Review: Ergebnisse den Stakeholdern zeigen, Feedback einholen und Backlog aktualisieren
- Sprint Retrospektive: Zusammenarbeit und Prozesse reflektieren und verbessern
- Sprint: Der Arbeitszyklus selbst – typischerweise zwei bis vier Wochen
Die drei Artefakte
- Product Backlog: Priorisierte Liste aller bekannten Anforderungen und Ideen
- Sprint Backlog: Auswahl der Anforderungen, die das Team im aktuellen Sprint umsetzt
- Increment: Das fertige, potenzialfreisetzbare Ergebnis des Sprints
Scrum außerhalb der IT
Die Prinzipien von Scrum – Transparenz, Überprüfung und Anpassung – lassen sich auf viele Arten von Projektarbeit übertragen. Entscheidend ist nicht die starre Einhaltung aller Regeln, sondern das Verständnis der zugrundeliegenden Denkweise. Teams, die Scrum nach außen leben, aber intern nicht im Sinne des Agilen Manifests arbeiten, machen lediglich Prozess ohne Substanz.