Wertschöpfung
Mehrwert, den ein Unternehmen durch seine Geschäftstätigkeit über die eingesetzten Vorleistungen hinaus schafft.
Wertschöpfung ist der wirtschaftliche Mehrwert, der durch Transformationsprozesse entsteht. Ein Unternehmen schafft Wertschöpfung, wenn der Wert seiner Produkte oder Dienstleistungen die Kosten der eingesetzten Vorleistungen übersteigt.
Berechnung
Wertschöpfung = Produktionswert minus Vorleistungen
Die Wertschöpfung umfasst Löhne, Gewinne, Abschreibungen und Steuern. Sie ist Grundlage der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und gibt an, welchen Beitrag ein Unternehmen zur Wirtschaftsleistung leistet.
Wertschöpfungskette (Porter)
Michael Porters Wertschöpfungskettenmodell gliedert Unternehmensaktivitäten in primäre und unterstützende Aktivitäten:
Primäre Aktivitäten (direkt wertschöpfend):
- Eingangslogistik
- Produktion und Operationen
- Ausgangslogistik
- Marketing und Vertrieb
- Kundendienst und Service
Unterstützende Aktivitäten:
- Beschaffung
- Technologieentwicklung
- Personal und Organisation
- Unternehmensinfrastruktur
Wertschöpfungstiefe und Make-or-Buy
Die Frage der Wertschöpfungstiefe beschreibt, wie viele Stufen der Wertschöpfungskette ein Unternehmen selbst abdeckt. Bei hoher Tiefe werden mehr Prozesse intern erbracht. Geringere Tiefe bedeutet mehr Kooperation mit Lieferant:innen und Partnern. Die richtige Balance hängt von Kernkompetenzen, Kosten und strategischen Abhängigkeiten ab.
Strategische Nutzung
Wer seine Wertschöpfungskette kennt, kann gezielte Fragen stellen: Wo entstehen Kosten? Wo entsteht Differenzierung? Was kann outgesourct werden? Was muss intern bleiben? Die Antworten bilden die Grundlage für strategische Entscheidungen über Investitionen, Partnerschaften und Digitalisierungsvorhaben.